Über die KlimaWildnisBotschafterInnen
Robin Brandt

© OSTSEESTIFTUNG/Andreas Krone
Ich habe mich entschieden, KlimaWildnisBotschafter zu werden, weil sich in dieser Rolle wissenschaftliche Grundlagen, praktische Naturschutzarbeit und regionale Verantwortung sinnvoll verbinden. In meinem Masterstudium Biodiversity, Ecology and Evolution an der Universität Greifswald habe ich mich intensiv mit ökologischen Prozessen, Biodiversität und Klimawandel auseinandergesetzt. Dabei wurde mir deutlich, wie wichtig großflächige, eigendynamische Lebensräume für die Klimaanpassung und den Erhalt stabiler Ökosysteme sind.
Die Ostseeküste ist für mich nicht nur ein fachlicher Schwerpunkt, sondern auch ein persönlicher Lebensraum: Meine Familie stammt von der Insel Rügen, meine Großeltern leben dort bis heute, und auch meine Studienzeit habe ich in Greifswald verbracht. Die Region ist geprägt von hohem Wildnispotenzial, aber auch von intensiver Nutzung und Nutzungskonflikten. Genau hier setzt das KlimaWildnis-Projekt an, indem es auf Information, Dialog und Vernetzung mit Flächeneigentümern*eigentümerinnen und lokale Akteure*Akteurinnen setzt.
Mehr Wildnis bedeutet für mich, natürliche Prozesse wieder zuzulassen, Küsten-, Moor-, Wald- und Flachwasserökosysteme zu stärken und langfristige Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Als KlimaWildnisBotschafter möchte ich dieses Verständnis vermitteln und aktiv dazu beitragen, neue Klimawildnis an der Ostseeküste zu ermöglichen.
Claudia Reese
Mein Biologiestudium brachte mich zunächst zum nassen Element: zum salzigen Meer und anschließend zu den süßen Gewässern des Binnenlandes. Natürliche Landschaften mit einer reichen Vielfalt an Fauna und Flora haben mich schon immer angesprochen. Das Gefühl, ein Teil davon zu sein, begeistert mich noch heute. Ein Spaziergang in der Natur ist wie ein Kurzurlaub!
Die Umweltbildung in einem Nationalpark bot mir die Möglichkeit, die Begeisterung für die „wilde Natur“ schon bei Kindern zu fördern und so auch die Eltern anzusprechen. Bei der OSTSEESTIFTUNG sind neue Aufgaben hinzugekommen: Landschaftselemente in die Agrarlandschaft zu integrieren und Menschen für biologische Vielfalt zu aktivieren. Neue Biotope wie Hecken, Baumreihen und Kleingewässer können erste Schritte in Richtung „Wildnis“ sein. Als KlimaWildnisBotschafter*innen haben wir nun die Möglichkeit, gemeinsam mit den Menschen vor Ort mehr natürliche Vielfalt in den Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns zu bringen.
Über die Trägerinstitution
Die Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee – OSTSEESTIFTUNG ist eine gemeinnützige Naturschutzstiftung, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2011 für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Ostsee und ihrer Küstenräume einsetzt. Zentrale Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Sicherung, Erweiterung und Entwicklung von Schutzgebieten sowie der Schutz seltener Arten und wertvoller Lebensräume im Meer und im unmittelbaren Küstenbereich. Darüber hinaus engagiert sich die Stiftung in der Pflege und Entwicklung naturnaher Lebensräume an der Küste und auf angrenzenden Flächen. Ein weiteres Ziel ist die Verringerung von Nährstoff- und Schadstoffeinträgen in die Ostsee. Durch diese Maßnahmen trägt die OSTSEESTIFTUNG dazu bei, die ökologische Leistungsfähigkeit und die langfristige Stabilität des Ökosystems Ostsee nachhaltig zu verbessern.
Über den Projektraum
Das Projektgebiet des Vorhabens liegt im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns. Es erstreckt sich entlang der Küste über Teilflächen der Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen sowie der kreisfreien Stadt Rostock.
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Trägerorganisation: Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee – OSTSEESTIFTUNG
Kontakt
Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee – OSTSEESTIFTUNG
Gützkower Landstraße 11a
17489 Greifswald
Robin Brandt
Tel.-Nr.: 0151 43534226
E-Mail: brandt@ostseestiftung.de
Claudia Reese
Tel.-Nr.: 0151 10163576
E-Mail: reese@ostseestiftung.de
Website: Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee – OSTSEESTIFTUNG


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