Beiträge

Neue Studie zum Wildnispotential sächsischer Flächen

Das bundesweite Ziel, zwei Prozent der Landesfläche als Wildnisgebiete auszuweisen, könnte Sachsen erfüllen: die entsprechenden Flächen wären vorhanden. Das belegt die vom NABU Sachsen und BUND Sachsen beauftragte Studie zur Wildnisentwicklung in Sachsen. Insgesamt werden 21 Gebiete in unterschiedlichen Naturräumen vorgeschlagen, die sich aus naturschutzfachlicher Sicht als potentielle Wildnisgebiete eignen.

„Unsere Studie zeigt, dass weitgehend unzerschnittene, naturschutzfachlich relevante Räume in ausreichender Größe in Sachsen tatsächlich noch existieren – wir müssen sie nur schützen und möglich machen, dass die Flächen sich zur Wildnis entwickeln“, erklärt David Greve, Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen. „Besondere Chancen ergeben sich zum Beispiel in Tagebaufolgelandschaften oder an Truppenübungsplätzen, die jeweils nach der Stilllegung als Wildnis ausgewiesen werden können.“

Die Liste der vorgestellten Gebietsvorschläge soll der Landespolitik eine fachliche Basis zur Auswahl von neuen Wildnisflächen bieten. Unterstützt wurde die Wildnisstudie durch die Naturstiftung David, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und die Regina Bauer Stiftung.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung des BUND Sachsen
Die Wildnisstudie Sachsen finden Sie hier.

 

Broschüren und gute Gründe für Wildnis finden Sie auch hier:

 

Entdecken Sie auch die bestehenden sächsischen Wildnisgebiete und weitere Wildnis in Ihrer Nähe!

Infos zu Wildnis und Naturwäldern auf der Webseite des NABU Hessen

Der hessische Landesverband des NABU veröffentlicht drei neue Themenseiten zu Wildnis und Naturwäldern auf seiner Webseite.

Sind Naturwälder unsinnig, zu teuer, gefährlich, unmoralisch? Und was macht einen Naturwald eigentlich aus? Das kann ab jetzt auf der neuen FAQ-Naturwald Seite nachgelesen werden.

Beim 2 % Wildnis-Ziel der Bundesregierung sieht der Landesverband noch Handlungsbedarf in Hessen und erklärt, mit ausreichend großen Naturwälder käme man gleich zwei Zielen näher: dem 2% Wildnis-Ziel und auch dem 5% Naturwald-Ziel.

Auf der dritten Seite, „Hessen Land der Naturwälder“ erfährt der Leser warum Naturwälder so bedeutend für die biologische Vielfalt sind und wo sich die wichtigsten Naturwälder in Hessen finden.

Die Themenseiten des NABU Hessen:
FAQ – Naturwald
Wilde Wälder für Hessen
Hessen – Land der Naturwälder

Hintergrundinfos und weiterführende Literatur zum Thema finden Sie auch unter dem Wegweiser zu mehr Wildnis und in der Mediathek.

 

Heute feiern wir den ersten Tag der Buchenwälder

Heute hat die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) gemeinsam mit der Succow Stiftung, der Naturwald Akademie, ROBIN WOODD, dem Nationalpark Hainich und Wohllebens Waldakademie den Tag des Buchenwalds ausgerufen.

Natürliche Buchen- und Buchenmischwälder kamen in Deutschland – im Kerngebiet der europäischen Buchenverbreitung – ursprünglich auf circa 70 Prozent der  heutigen Bundesfläche vor. Davon sind je nach Buchenwaldtyp 50 bis 90 Prozent verloren gegangen. Der aktuelle Buchenwaldbestand umfasst lediglich noch etwa 16.800 km².

Ein effektiver Schutz findet nur im Promillebereich statt. Daher ist es notwenig, große Schutzgebiete zu schaffen, in denen sich Buchenwälder und Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Pilzarten wieder natürlich entwickeln können.

Warum heute? Heute vor acht Jahren, am 25. Juni 2011, erhielten fünf deutsche Buchenwaldgebiete von der UNESCO die Anerkennung als Weltnaturerbestätten. Das ist Ehre und auch Verpflichtung zugleich, den Schutz dieser Wälder ernst zu nehmen und ein passender Anlass, den Wert dieser Wälder in dass öffentliche Bewusstsein zu rücken.

https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de/pressemitteilungen/pm-zum-tag-der-buchenw%C3%A4lder/

http://www.succow-stiftung.de/nachrichten/items/tag-fuer-buchenwaelder.html

Die von der UNESCO ausgezeichneten Buchenwaldgebiete sind:

Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern)

Serrahn im Müritz-Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern)

Grumsin im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg)

Nationalpark Hainich (Thüringen)

Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen)

Neue Broschüre: Wildnis in Sachsen? Fragen und Antworten

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat eine neue Broschüre „Wildnis in Sachsen? Fragen und Antworten“ veröffentlicht. Was ist Wildnis? Gibt es noch Wildnis in Deutschland und wo gibt es Wildnisgebiete in Sachsen? Wozu brauchen wir Wildnis? Diesen und vielen weiteren spannenden Fragen wird in der Broschüre aus der Perspektive Sachsens auf den Grund gegangen. Sie regt zum Nachdenken an und lädt ein, Wildnis zu entdecken und erleben.

Die Broschüre „Wildnis in Sachsen? Fragen und Antworten“ sowie eine Werbepostkarte können Sie hier herunterladen.

 

Weitere Broschüren und gute Gründe für Wildnis finden Sie auch hier:

Lernen Sie auch die Wildnisgebiete in Ihrer Nähe kennen.

Neue Broschüre: Warum Deutschland mehr Wildnis braucht

In der neu veröffentlichten Broschüre „Wo Natur sich selbst gehört – Warum wir mehr Wildnis in Deutschland brauchen“ hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Argumente für mehr Wildnis zusammengestellt.

Neben der Frage ,,Was ist Wildnis in Deutschland” werden im Hauptteil der Broschüre Funktionen und Gründe vorgestellt, die für mehr Wildnis in Deutschland sprechen. Außer naturwissenschaftlicher und politischer Beweggründe wird auch der Wert der Wildnis für die Gesellschaft beschrieben.

Den Downloadlink zur Broschüre sowie weiteren Publikationen zum Thema finden Sie hier.

 

Weitere Broschüren und gute Gründe für Wildnis finden Sie auch hier:

Wildnisbildung in der Schule

Kinder und Jugendliche sind unsere Wildnisschützer/-innen von morgen. Daher stellt das Bundesumweltministerium kostenlose Onlinematerialien für die Wildnisbildung in Schulen bereit. Die interessanten Inhalte sind modular aufgebaut. Das Paket enthält einen Text mit Hintergrundinformationen zum Thema Wildnis, Unterrichtsvorschläge für die Sekundarstufe und für die Grundschule sowie Medien und Materialien, um die Unterrichtsvorschläge umzusetzen. Umwelt im Unterricht unterstützt die Erstellung von Bildungsmaterialien unter offenen Lizenzen im Sinne der UNESCO. Alle Materialien dürfen kostenlos für Unterrichtszwecke verwendet werden.

Wildnisbildung in der Sekundarstufe
Ausgangspunkt sind Beispiele eindrucksvoller, seltener Tierarten wie Luchs und Seeadler, die in Deutschland fast ausschließlich in großen Schutzgebieten vorkommen. Die Schüler/-innen erarbeiten anhand von Infotexten und Karten zentrale Merkmale dieser Gebiete und vergleichen sie mit der intensiv genutzten Kulturlandschaft. Sie bewerten die Bedeutung von Schutzgebieten für den Artenschutz.
Unterrichtsvorschlag „Wo seltene Arten Lebensräume finden“

Wildnisbildung in der Grundschule
Die Schüler/-innen vergleichen ihre Vorstellungen von Wildnis mit den Merkmalen der meist dicht besiedelten Landschaft in Deutschland. Anhand kurzer Porträts von Tierarten, die fast nur noch in großen Schutzgebieten vorkommen, erarbeiten sie zentrale Ansprüche von wildlebenden Arten an ihren Lebensraum. Zum Abschluss formulieren sie Argumente, warum Schutzgebiete für den Artenschutz wichtig sind.
Unterrichtsvorschlag „Lebensräume: Was brauchen wildlebende Tiere?“

Weitere Informationen und Download aller Materialien hier.
Erfahren Sie mehr über die Gründe für mehr Wildnis und entdecken Sie die bereits bestehenden Wildnisgebiete Deutschlands.
Setzen auch Sie sich für mehr Wildnis in Deutschland ein!

Ein „WildnisWagen“ für die Stadtwildnis

Seit diesem Sommer fährt ein Wildnis-Lastenfahrrad durch Frankfurt. Damit informiert das Umweltdezernat über innerstädtische Wildnisflächen. Das Projekt „Städte wagen Wildnis“ will Kindern und Erwachsenen die wilde Seite ihrer Stadt näher bringen. Hierzu zählen Gebiete wie die renaturierte Flussschleife der Nidda im Nordpark Bonames. Dort soll unter dem Motto „Artenschutz und Naherholung Hand in Hand“ ein komplettes Wildnisgebiet entstehen. Spannend ist auch der Monte Scherbelino, eine einstige Baustelle am ehemaligen Mülldeponiehügel, die sich nun zurück zur Wildnis entwickeln darf. Das Lastenfahrrad lässt sich zu einem Infomobil umbauen und macht auf die Notwendigkeit solcher Gebiete im Kampf gegen das Insektensterben und den Klimawandel aufmerksam. Dazu sind verschiedene Anschauungsmaterialien wie beispielsweise ein Mikroskop oder eine Virtual-Reality-Einheit am Wildnisfahrrad vorhanden. Die „WildnisLotsen“ stehen mit Rat und Tat zur Seite und informieren Interessierte über das Projekt und Wege in die Wildnis.

Auch die Städte Hannover und Dessau-Roßlau beteiligen sich am Projekt „Städte wagen Wildnis

Weitere Informationen können Sie hier sowie im Artikel „Wildnis mobil: Der Wildniswagen ist einsatzbereit“ lesen.

19.08.18: Wildnis „schnuppern“ in Frankfurt

Wildnis in der Stadt? Gibt es das überhaupt? Wilde Natur ist fast überall möglich. Denn zieht sich der Mensch (wieder) zurück, kann die Natur gestalten – und das selbst mitten in einer Großstadt. Wo und wie das geht zeigt das Projekt „Städte wagen Wildnis„. Darin leisten die drei Städte Hannover, Frankfurt am Main und Dessau-Roßlau einen besonderen Beitrag zur biologischen Vielfalt und lassen ausgewählte Flächen wieder wilder werden. In Frankfurt informieren eigens ausgebildete Wildnislotsen die Öffentlichkeit und Interessierte über (Wege zu mehr) Wildnis in der Stadt. So auch an der kommenden Veranstaltung „Sport in der Natur“ im Frankfurter Nordpark Bonames am Sonntag, den 19. August. Auf dem Fest gibt es viele sportliche Mitmachaktionen für Alt und Jung. Als besonderes Highlight können die BesucherInnen an einer Wildnisführung im Nordpark teilnehmen. Organisiert wird die Veranstaltung von BioFrankfurt – das Netzwerk für Biodiversität e.V. BioFrankfurt ist Projektpartner bei „Städte wagen Wildnis“ und zudem Projektleiter im Subprojekt „Frankfurt wagt Wildnis“. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Doch auch hinter der „Wildnis in der Stadt“ geht es weiter. Nicht nur hier, sondern vor allem auch außerhalb der Städte ist noch viel zu tun: Denn Deutschland braucht mehr Wildnis und dafür gibt es viele gute Gründe. Um das von der Bundesregierung gesteckte 2-Prozent-Wildnisziel bis 2020 zu erreichen, werden viele weitere große Flächen benötigt. Derzeit darf erst auf rund 0,6 Prozent der Landesfläche Natur wieder großflächige Wildnis sein. Große, unzerschnittene Flächen eignen sich besonders gut als Wildnisgebiete der Zukunft. Daher setzen sich die Naturschutzverbände gemeinsam für mehr große Waldschutzgebiete in Hessen und Deutschland ein.

Weitere Informationen:
Unser Wegweiser zu mehr Wildnis in Deutschland
Vorschläge für 25 große Waldschutzgebiete in Hessen, Land der Naturwälder
Gute Gründe für mehr Wildnis in Deutschland und Wildnis in Zahlen
„Schnuppern“ auch Sie Wildnis in Ihrer Nähe und engagieren Sie sich für mehr Wildnis in Deutschland!

Neue Studie: Mehr Wildnis für Deutschland

Auch das dicht besiedelte Deutschland braucht mehr Wildnis. Dafür setzen sich zahlreiche Akteure und Initiativen ein und auch aus der Bevölkerung gibt es großen Zuspruch (s. u.a. BMUB und BfN, 2014). Im Jahr 2007 hat sich die Bundesregierung ambitionierte Ziele für mehr Wildnis in Deutschland gesetzt. Um diese Ziele umzusetzen, ist das Engagement in unterschiedlichsten Bereichen gefragt: von der Politik über Wissenschaft und Administration bis hin zu Kommunikation. Doch was sind die Aktivitäten in diesen Bereichen? Wie wird Wildnis definiert und welche Kriterien gibt es dazu? Wo kann es in Deutschland überhaupt Wildnis geben und können die gesteckten Ziele erreicht werden? Genau darum geht es in der im Journal for Nature Conservation neu veröffentlichten Studie „More wilderness for Germany: Implementing an important objective of Germany’s National Strategy on Biological Diversity“ von Schumacher et al. (2018). Zudem wird über die Initiative „Wildnis in Deutschland“ berichtet sowie ein Ausblick auf noch anstehende Herausforderungen und Aufgaben gegeben. Der Weg ist lange und die Ziele sind hoch – aber erreichbar!

Lesen Sie den kompletten Artikel hier.

Mehr Hintergrundinformationen zum Thema Wildnis finden Sie auch in der Broschüre „Wir für Wildnis – Wegweiser zu mehr Wildnis in Deutschland“ und auf unserer Webseite.

Eine Zeitschrift voller Wildnis

Was ist eigentlich Wildnis? Was macht Wildnis so besonders? Wo beginnt Wildnis? Und warum lohnt sich das Wagnis Wildnis?
Diese und noch mehr Fragen beantwortet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift ‚alpinwelt‘ des Deutschen Alpenvereins München & Oberland. Leserinnen und Leser werden auf die Suche nach den letzten Wildnisgebieten Europas mitgenommen und können entdecken, wie sich Wildnis ihren Raum zurückerobert. Verlassene Truppenübungsplätze oder stillgelegte Militärflughäfen sind nur zwei der vielfältigen Beispiele für „neue Wildnis“. Es wird genau unter die Lupe genommen, warum Wildnis in unserer heutigen Gesellschaft so wichtig ist und was Wildnis ausmacht. Die Augen sollen geöffnet werden für Wildnis als Gegenentwurf zum Alltag.
Direkt als Einstieg sind zwei Seiten der Initiative „Wildnis in Deutschland“ gewidmet. Zusätzlich gibt es Ausflugstipps für all diejenigen, die selbst ihren Blick auf Wildnis stärken wollen.

Lesen Sie die komplette ‚alpinwelt‘ Zeitschrift hier