Sechs Nationalparks feiern Jubiläum

Heute feiern die Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund, Müritz, Harz und Sächsische Schweiz ihr 30-jähriges Bestehen. Kurz vor der Wiedervereinigung Deutschlands erhob der Ministerrat der DDR in seiner letzten Sitzung diese fünf wunderschönen Naturlandschaften in den Rang eines Nationalparks. Das ist einmalig in der deutschen Geschichte. Die neu eingerichteten Nationalparks trugen schon damals dazu bei, das Bewusstsein für Natur und Umwelt in Ostdeutschland zu stärken. Zusammen stellen sie circa 14 Prozent der Fläche aller deutschen Nationalparks. Bis heute sind sie als Nationalparks wichtige Pfeiler im Natur- und auch im Wildnisschutz. Sie helfen verschiedenste Lebensräume von Watt über Salzwiesen und Küstenbuchenwälder bis hin zu Felslandschaften und Bergmischwäldern zu erhalten. Auch finden hier unter anderem seltene Arten, wie die Rohrdommel im Röhricht oder die Mopsfledermaus in alten Buchen, eine Heimat. Gleichzeitig sind sie Ausflugs- und Urlaubsmagnete. Groß und Klein, Jung und Alt können die Wildnisgebiete für sich entdecken und sich in der Natur erholen.

Auch der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer feiert heute Geburtstag. 1985 gegründet, ist er der erste Watt-Nationalpark und der drittälteste Nationalpark Deutschlands.

Lernen Sie die Jubilare im Kurzportrait kennen:

Vorpommersche BoddenlandschaftDer Nationalpark mit 78.700 ha liegt ganz im Nordosten Deutschlands. Die Bodden sind Lagunen, die einen wertvollen Lebensraum für viele Tiere bilden wie Heringe und Wasservögel. Zusammen mit der Ostsee und den Küstenwäldern bilden sie den Nationalpark.

Harz: Das Mittelgebirge mit seinen Gipfeln war früher durch Grenz- und Abhöranlagen geprägt. Heutzutage rückt die Natur in den Fokus mit ihren abwechslungsreichen Wäldern, Wiesen und Mooren. Durch die Wende wurde der Zugang zu den Bergen an der innerdeutschen Grenze möglich. Heute lockt der Nationalpark viele Touristen an.

Jasmund: Die Halbinsel von Rügen ist bekannt für ihre Kreidefelsen und Buchenwälder. Mit circa 3.000 ha ist der Jasmund Nationalpark der kleinste Deutschlands. Dennoch beherbergt er seltene Arten wie den Eisvogel oder die Salzbinse.

Müritz: Mitten in der Mecklenburgischen Seenlandschaft liegt der Müritz Nationalpark. Die alten Buchenwälder sind wie auch der Jasmund Nationalpark Teil des UNESCO Weltnaturerbes. Besonders spannend ist die wilde Landschaft um Serrahn, wo der Mensch schon seit 150 Jahren nicht mehr in den Wald eingreift.

Sächsische Schweiz: Dieser Teil des Elbsandsteingebirges zeichnet sich durch imposante Felsen und ebenso schöne Wälder aus. Der Schutz des Gebiets setzt sich auf tschechischer Seite als Nationalpark Böhmischer Wald fort. Die Region ist ein Paradies für Wander- und Kletterfreunde.

Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Das Wattenmeer besticht durch seinen Reichtum an verschiedenen Tierarten. Es ist das vogelreichste Gebiet Europas. Außerdem gehört das Wattenmeer mit seinen Halligen zum Weltnaturerbe der Menschheit.