Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt 2030
Die NBS enthält das 2 %-Wildnisziel. Bis 2030 soll sich auf mindestens 2 % der Fläche Deutschlands die Natur angesteuert vom Menschen in großflächigen Wildnisgebieten entwickeln. Zusammen mit kleineren Flächen tragen diese Prozessschutzflächen dazu bei, den überwiegenden Teil der streng geschützten Gebiete im Sinne der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 auszumachen.
Die NBS enthält auch das sogenannte NWE5-Ziel. Bis 2030 soll der Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung (NWE) mindestens 5 % der Waldfläche Deutschlands bzw. 10 % der Waldfläche im öffentlichen Eigentum betragen. Waldflächen mit einer Größe ab 0,3 Hektar können zu NWE-Flächen werden. Waldflächen ab einer Größe von 1.000 Hektar können NWE-Flächen sein und zum 2 %-Wildnisziel beitragen.


Bis zum Jahr 2020 sollte Deutschland auf zwei Prozent seiner Landfläche große Wildnisgebiete ausweisen. Aktuell sind es nur 0,62 Prozent, mit den in den nächsten Jahren konkret geplanten Gebieten werden es 0,73 Prozent sein. Das sind die zentralen Ergebnisse der ersten bundesweiten Bilanz zu großflächigen Wildnisgebieten. Die Studie zeigt aber auch auf, dass es genügend Potenziale gibt, um das Zwei-Prozent-Wildnisziel in den nächsten Jahren zu erreichen.



Die Studie „WildnisArten – Bedeutung von Prozessschutz- bzw. Wildnisgebieten für gefährdete Lebensgemeinschaften und Arten sowie für ‚Verantwortungsarten’“ ist eine im Auftrag des Bundesamt für Naturschutz durchgeführte Studie. Die in der Kulturlandschaft selten gewordenen Habitatqualitäten von unzerschnittenen Wildnis- und Prozessschutzgebieten und die auf sie angewiesenen Arten und Biozönosen standen im Mittelpunkt des vorliegenden F+E Vorhabens. Die Studie wurde von Gert Rosenthal et. al. durchgeführt und im Jahr 2021 veröffentlicht. Die 
„Urwald der Bayern – Geschichte, Politik und Natur im Nationalpark Bayerischer Wald“ ist eines der tiefgründigsten und faktenreichsten Bücher über die Entstehungsgeschichte des ersten deutschen Nationalparks, dem Bayerischen Wald. Herausgeber sind Marco Heurich, der in der Nationalparkverwaltung das Besuchermanagement leitet, und Umwelthistoriker Christof Mauch. Aus verschiedenen Blickwinkeln stellen sie die 50-jährige Geschichte des Nationalparks dar. Sie beleuchten dabei die kulturelle und ökonomische Bedeutung, aber auch philosophische Perspektiven. Das Buch endet mit interessanten Einblicken von Zeitzeugen aus den ersten Stunden des Nationalparks wie Hans Bibelriether, der langjährige Leiter des Parks, und Wolfgang Scherzinger, der die beispielgebende Forschung des Parks mehr als drei Jahrzehnte begleitete. Aber auch der Forstwissenschaftler Ulrich Ammer kommt zu Wort, der erheblich dazu beitrug, dass sich ein Jahrzehnt nach der Gründung erste nennenswerte Waldanteile am Lusen ohne menschlichen Einfluss entwickeln konnten.