Radiobeitrag WDR 5: Wildnis in Deutschland

Wildnis in Deutschland ist eines der Themen der WDR 5 Radiosendung „Quarks – Wissenschaft und mehr“ vom 03.12.20. Wie viel Wildnis gibt es im Moment in Deutschland und was kann man sich darunter vorstellen? Die Moderatorinnen beantworten diese Fragen und erklären, welche guten Gründe für Wildnis sprechen. So ist Wildnis unter anderem wichtig für den Arten- als auch den Klimaschutz. Die Sendung räumt auch mit verschiedenen Vorurteilen auf, wie etwa, dass man Wildnis nicht betreten dürfe.

Neugierig geworden? Hören Sie sich hier die Sendung in der Mediathek an. Ab Minute 8:00 geht es los mit dem Thema „Wildnis in Deutschland“.

 

Weitere Informationen:

 

58.000 Hektar Naturwälder für Bayern

02.12.2020 Wildnis im Dialog – „Wildnis ist Zukunft“

Das Bundesamt für Naturschutz lädt zur Online-Tagung „Wildnis im Dialog – Wildnis ist Zukunft “ am 02.12.2020 ein.

Die Tagung Wildnis im Dialog soll Perspektiven für die Wildnisentwicklung in Deutschland aufzeigen. Experten aus Politik und Naturschutz erläutern in ihren Beiträgen den aktuellen Stand und welche Schritte zu mehr großen Wildnisgebieten führen. Als besonderes Highlight wird der Slam-Poet Lars Ruppel auftreten und seine ganz eigene Zusammenfassung der Tagung geben.

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt führen für das  Bundesamt für Naturschutz durch die Online-Veranstaltung. Im Chat können Sie mitdiskutieren und Ihre Fragen und Anmerkungen an die Vortragenden richten.

Laden Sie das Tagungsprogramm hier herunter.

Klingt interessant? Dann melden Sie sich möglichst bis zum 29.11.20 an. Füllen Sie dazu das Registrierungsformular aus und senden es an wildnisimdialog@stiftung-nlb.de.

Viel Spaß bei der Veranstaltung!

 

Weitere Informationen zum Veranstaltungsformat „Wildnis im Dialog“

 

Biozahl 2020: Nur 0,6 % Deutschlands ist wild

Der Verein BioFrankfurt macht mit der Vorstellung der diesjährigen „Biozahl“ auf das Wildnisziel in Deutschland aufmerksam. Die Zahl lautet 0,6. Das ist der prozentuale Anteil der deutschen Landesfläche, auf der keine menschlichen Eingriffe mehr stattfinden, also Wildnis entsteht. Die Bundesregierung setzte sich in der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ das Ziel, bis zum Jahr 2020 zwei Prozent der Landesfläche als Wildnis auszuweisen. Bis jetzt ist davon nicht einmal ein Drittel erreicht.

Um wichtige Themen im Zusammenhang mit Biodiversität zu beleuchten, verkündet der Verein BioFrankfurt seit 2006 jährlich die Biozahl. Das Netzwerk für Biodiversität ist ein Zusammenschluss aus zwölf in Frankfurt ansässigen Institutionen, aus den Bereichen Forschung, Bildung und Naturschutz.

Große Wildnisgebiete sind gerade in unserer dichtbesiedelten Landschaft wichtig. Sie bieten vielen seltenen Arten eine Heimat, wie zum Beispiel dem Luchs. Außerdem sind sie wahre Freiluftlabore. So liefern sie uns unter anderem neue Erkenntnisse darüber, wie sich der Klimawandel auf unsere Ökosysteme auswirkt.

„Die bestehenden Wildnisgebiete sind gute Beispiele für die positiven Effekte der Natur, denn sie reinigen Luft und Trinkwasser, bieten aber zusätzlich auch Raum zur Erholung. Langfristig rechnet sich also die Einrichtung von Wildnisgebieten für Natur und Mensch“, so Pia Ditscher von BioFrankfurt.

Deswegen fordert sie, dass die Politik das selbstgesteckte Ziel von zwei Prozent durch die Ausweisung neuer Wildnisgebiete möglichst bald erreicht. Die Initiative Wildnis in Deutschland setzt sich auch für die Erreichung des Zwei-Prozent-Ziels ein, damit kommende Generationen mehr Wildnis in Deutschland erleben können.

 

Weitere Informationen: