Neues Wildnisgebiet in Niedersachsen

Frankfurt, 24. März 2021 – Auf 1.000 Hektar Wald im niedersächsischen Solling darf ab sofort Wildnis entstehen. Die Landesregierung beschloss am Dienstag, dass der sogenannte „Niedersächsische Weg“ in die Grundsätze der Waldbewirtschaftung Eingang findet. Diese Vereinbarung zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Politik für mehr Naturschutz und Artenvielfalt beinhaltet auch die Entwicklung des Wildnisgebietes im östlichen Solling.

Der Solling ist das größte Hainsimsen-Buchenwaldgebiet außerhalb des Harzes. Das neue Wildnisgebiet ist komplett eingebettet in andere Waldbereiche. Mindestens die Hälfte der Buchenbestände sind älter als 150 Jahre. Somit entsteht ein großer, zusammenhängender Altholzkomplex – ein ideales Refugium für zahlreiche Arten. So leben hier neben Spechten, Käuzen und Schwarzstorch, auch Säugetiere wie Fledermäuse und Luchse. Aber auch zahlreiche Insekten-, Pilz- und Pflanzenarten finden hier einen Lebensraum.

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Neue Waldwildnis für Hessen

Bayerns Bevölkerung für neue Nationalparks

Frankfurt, 19. Januar 2021 – Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern mindestens einen weiteren Nationalpark. Gestern stellten sie gemeinsam mit dem Verein Nationalpark Steigerwald und dem Förderverein Nationalpark Ammergebirge die Ergebnisse einer Bevölkerungsumfrage vor: Demnach wünschen sich 75 Prozent der mehr als 1.000 vor Ort Befragten einen Nationalpark im Steigerwald in Franken – und sogar 81 Prozent einen Nationalpark im Ammergebirge am Alpenrand. Insgesamt sehen 83 Prozent die Ausweisung weiterer Wildnisgebiete in Bayern als „sehr/eher positiv“.

Die Umfrageergebnisse geben den Nationalparkfreunden Rückenwind. „Weiter alte Buchen umsägen, das ist gegen den Bürgerwillen. Der nächste Schritt nach der Umfrage ist eine Machbarkeitsstudie. Dabei sollen die Möglichkeiten einer Umsetzung geklärt werden“, sagt Florian Tully vom Verein Nationalpark Steigerwald. Auch Hubert Endhardt vom Förderverein Nationalpark Ammergebirge sieht die Studienergebnisse durchweg positiv: „Diese enorm hohe Zustimmung möge der bayerischen Staatsregierung die Einrichtung eines Nationalparks Ammergebirge deutlich erleichtern“.

 

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20 Jahre Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen

Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen feiert 20 jähriges Jubiläum. Im Jahr 2000 kauften Heinz und Inge Sielmann mit ihrer Stiftung die ersten Flächen in der ehemaligen Bergbauregion in der Niederlausitz. Schnell kamen weitere Flächen hinzu, so dass die gesamte Naturlandschaft inzwischen über 3.000 Hektar groß ist. Einst für den Abbau von Braunkohle genutzt, entwickeln sich hier heute ganz besondere Biotope. Diese bieten einer Vielzahl an Tierarten einen geeigneten Lebensraum – von Wolf und Fischotter bis zu Tausenden von Kranichen, die sich alljährlich in Wanninchen versammeln.

Die reich bebilderte Broschüre „Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen – Eine zweite Chance für die Natur“ beschreibt den beeindruckenden Wandel vom Tagebau zum heutigen Naturparadies. Auch die Ausstellung im Naturerlebniszentrum Wanninchen gibt Einblicke in die Entwicklung der Landschaft. Ein besonderes Augenmerk der Ausstellung liegt auf den „Small Five“: der Sandohrwurm, die Kreiselwespe, der Sandlaufkäfer, die Sandschrecke und der Ameisenlöwe. Diese fünf Insekten sind auf Wanninchens Habitate, die durch die Wildnisentwicklung entstehen, angewiesen.

 

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