• © Dirk Jansen

JA zum Nationalpark Egge in Nordrhein-Westfalen

28. Mai 2024

Derzeit können mehr als 360.000 Bürger*innen der Kreise Höxter und Paderborn per Brief darüber abstimmen, ob sich ihre jeweiligen Kreise beim Land um die Einrichtung eines Nationalparks bewerben sollen. Die Abstimmung endet am 12. Juni, bis zum 18. Juni muss das Ergebnis vorliegen.

Mit einem Ja haben die Abstimmungsberechtigten die Möglichkeit, sich für eine zukunftsweisende Entscheidung stark zu machen: Es gilt, 10.000 Hektar Wald im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen zu schützen und den natürlichen Prozessen ihren ungestörten Lauf zu lassen.

Der Nationalpark dient Artenschutz, Klima und als Wasserreservoir

Mit einem Ja zum Nationalpark erreichen die Bürger*innen gleich mehrere Ziele: Sie erhalten ein wertvolles Stück Natur, sie sorgen für mehr Artenvielfalt, sie helfen das Klima zu schützen und es wird sichergestellt, dass die Egge als wichtiges Wasserreservoir erhalten bleibt. Der Waldboden funktioniert wie ein Schwamm – in Zeiten des Klimawandels ein wichtiger Vorteil für die Region. Darüber hinaus bleibt die Natur für alle erlebbar: Als Teil des Nationalparkkonzepts werden neben einem Wegeplan auch Veranstaltungen zur Umweltbildung entwickelt.

Erwartete Nachteile außerhalb der Grenzen des Nationalparks sind unbegründet

Veränderungen oder Nachteile außerhalb der Grenzen des Nationalparks müssen nicht befürchtet werden. Es gibt keine sogenannten Pufferzonen. Bis zur Grenze des Nationalparks sind alle Dinge erlaubt, die auch bisher auf den freien Flächen möglich sind, beispielsweise Land- und Forstwirtschaft.

Ein Nationalpark schafft wirtschaftliche Impulse

Seit 2004 gibt es bereits einen Nationalpark in Nordrhein-Westfalen: Der Nationalpark Eifel. Er umfasst eine Fläche von nahezu 10.800 Hektar und schützt unter anderem den Hainsimsen-Buchenwald, aber auch weitere Laub- und Nadelwälder, Seen, Bäche und offene Grasflächen. Mehr als 1,38 Millionen Personen besuchten in der Zeit zwischen dem 1. Mai 2022 und dem 30. April 2023 den Nationalpark Eifel. Dabei wurde ein Bruttoumsatz von 76 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht mehr als 1000 Jobs vor Ort.

Auch ein neuer Nationalpark Egge würde wirtschaftliche Impulse schaffen und damit neben den bereits genannten Vorteilen einen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen.

Engagement für einen Nationalpark Egge

Im Bündnis „WILDSCHÖN – Ja! Zum Nationalpark Egge“ haben sich Nationalpark-Befürwortende zusammengeschlossen. Das Bündnis wird von mehr als 20 Organisationen aus den unterschiedlichsten Teilen der Gesellschaft getragen. Der Arbeitsschwerpunkt besteht aktuell darin, auf den derzeit laufenden Bürgerentscheid aufmerksam zu machen.