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    Archiv für die Kategorie: Wildnis regional

    Du bist hier: Startseite1 / Wildnis regional

    Ein Jahr Nationalpark Hunsrück-Hochwald: SWR zeigt Menschen im Einsatz für die junge Wildnis

    11. Mai 2016/in Wildnis regional/von Wildnis in Deutschland

    Ein Jahr ist es her, da wurde der erste Nationalpark im Hunsrück-Hochwald eröffnet. Hartmut Hoffmann ist dort einer von 26 Rangern. Im SWR-Interview spricht er über seine spannende Arbeit, die neu entstehende Wildnis, Hangmoore, Wildkatzen, den Gewinn für die Region und warum der Hunsrück „so exotisch wie ein Nationalpark in den USA“ sein kann. Mehr über die Rangerarbeit zeigt der Beitrag „Ein riesiger Arbeitsplatz auf 10.000 Hektar.“

    Wildnis_im_Hunrueck_Riedbruch_Konrad_Funk

    (c) Konrad Funk

    Konrad Funk kennt als Förster den Nationalpark Hunsrück-Hochwald wie seine Westentasche. An den Wochenenden fängt er mit seiner Kamera beeindruckende Momentaufnahmen von der wilden Natur in seinem Revier ein. Für seine Bilder hat er schon viele Preise bekommen. Der SWR stellt ihn, seine Arbeit und seinen Fotoband „Nationalpark Hunrück-Hochwald“ vor.

    Weitere Informationen:

    • Buch: Konrad Funk, Nationalpark Hunrück-Hochwald
    • Wildnis-Infos zum Nationalpark Hunrück-Hochwald
    https://wildnisindeutschland.de/wp-content/uploads/2016/05/Wildnis_im_Hunrueck_Riedbruch_Konrad_Funk.jpg 200 300 Wildnis in Deutschland https://wildnisindeutschland.de/wp-content/uploads/2024/04/Wildnis_in_Deutschland-Logo-farbig-300x127.png Wildnis in Deutschland2016-05-11 10:20:172016-11-03 09:53:00Ein Jahr Nationalpark Hunsrück-Hochwald: SWR zeigt Menschen im Einsatz für die junge Wildnis

    Wildnis rechnet sich! Studie zu Kosten-Nutzen des Nationalparks Bayerischer Wald erhält Förderpreis

    10. Mai 2016/in Aktuelles Wildnis In Deutschland, Wildnis regional/von Wildnis in Deutschland

    argumente_naturkapitalDie sehr umfangreiche geographische Dissertation (575 Buchseiten) geht am Beispiel des Nationalparks Bayerischer Wald einer Frage nach, die erstaunlicherweise bislang noch nicht intensiv untersucht wurde, obwohl sie naheliegend ist: Wie sieht unter ökonomischen Gesichtspunkten die Kosten-Nutzen-Bilanz eines Nationalparks aus? Vor allem die Kritiker von Nationalparks führen ökonomische Einbußen an, die v.a. in der Forst- und Holzwirtschaft zu Buche schlagen, um die Ausweitung des Anteils naturbelassener (unbewirtschafteter) Flächen möglichst zu verhindern. Wie hoch diese (vermeintlichen) Schäden sind, bleibt jedoch meist unbestimmt; und ob sie womöglich kompensiert werden, etwa durch eine verstärkte touristische Nutzung des Nationalparks als Erholungsraum, bleibt ebenfalls unklar. Die öffentlichen Debatten sind bei diesen Fragen meist empirisch diffus, weil es kaum ganzheitliche Bewertungen der Kosten und Nutzen gibt.

    Diese Forschungslücke wird mit der Studie geschlossen. Erstmals werden an einem konkreten Beispiel verschiedene umweltökonomische Bewertungsansätze im Hinblick auf Kosten wie Nutzen von Nationalparks empirisch verwendet. Die Arbeit gibt Auskunft darüber, welche volks- und regionalwirtschaftlichen Kosten (direkte, indirekte sowie Opportunitätskosten) durch die Etablierung des Nationalparks entstehen sowie ob, und wenn ja, in welchem Umfang diesen Kosten volks- und regionalwirtschaftliche Nutzen gegenüberstehen, die möglicherweise die Kosten übertreffen. Bis es zu dieser empirischen Erhebung kommt, werden in sechs, z.T. recht ausführlichen Kapiteln Untersuchungsgegenstand, Begrifflichkeit wie Methodik dargelegt sowie der Forschungsstand vorgestellt. In Kapitel 9 werden dann – auf der Basis von Befragungen, Experteninterviews sowie Auswertung vorhandenen Datenmaterials – die direkten und indirekten Kosten sowie die Opportunitätskosten des Nationalparks ermittelt, in Kapitel 9 der touristische Gebrauchswert sowie weitere ökonomische Nutzen des Nationalparks. Hierbei zeigt sich bereits, dass die Zahlungs-, Kosten- und Nutzenströme regional unterschiedlich sind: Während die Kosten meist vor Ort anfallen, verteilt sich der Nutzen – entsprechend der Besucherströme – zum Teil auf ganz Deutschland. Es ist ein besonderes Verdienst der Arbeit, hier mehr Klarheit verschafft zu haben.

    Eine Besonderheit der Studie gegenüber vergleichbaren Arbeiten ist, dass sie sich bei der Erfassung des Nutzens nicht nur – wie die meisten anderen Arbeiten – auf die touristische Wertschöpfung konzentriert. Der Verfasser konnte vielmehr aufzeigen, dass die touristische Wertschöpfung zwar eine wichtige, aber bei weitem nicht die alleine dominierende Wertkomponente von Nationalparks ist. Der Anteil schwankt – je nach Szenario – zwischen rund 5 und knapp 50 %.

    Bei der Erhebung von Kosten und Nutzen zeigt sich zudem, dass die Kosten teilweise eindeutiger zu bestimmen sind (v.a. die direkten Kosten) und weniger volatilen Annahmen und Werturteilen unterliegen als die einzelnen Nutzenkategorien. Dies dürfte ein Grund dafür sein, dass in der Diskussion die Kostenseite stets zu dominieren scheint. So als sei ausgemacht, dass Nationalparks ökonomisch stets ein „Zuschussgeschäft“ seien. Die genaue Auswertung der empirischen Erhebungen und Berechnungen zeigt jedoch ein anderes, differenzierteres Bild: In den meisten vom Autor durchgerechneten Szenarien erweist sich, dass der Nationalpark nicht – wie von interessierter Seite immer wieder behauptet wird – die per se volkswirtschaftlich nachteiligere Landnutzungsalternative darstellt. Dieses durchaus überraschende Ergebnis könnte dazu beitragen, in vorwiegend ökonomisch geführten Debatten die Akzeptanz des Schutzgebietes zu erhöhen.

    Weitere Informationen zur Studie auf den Seiten der Gregor Louisoder Umweltstiftung

    https://wildnisindeutschland.de/wp-content/uploads/2015/11/argumente_naturkapital.jpg 380 570 Wildnis in Deutschland https://wildnisindeutschland.de/wp-content/uploads/2024/04/Wildnis_in_Deutschland-Logo-farbig-300x127.png Wildnis in Deutschland2016-05-10 10:22:182016-11-03 09:53:18Wildnis rechnet sich! Studie zu Kosten-Nutzen des Nationalparks Bayerischer Wald erhält Förderpreis
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