Zwei Jahre Förderprogramm KlimaWildnis: Wir ziehen Bilanz
4. November 2026
Mit dem Förderprogramm KlimaWildnis unterstützt der Bund seit Ende 2024 die Sicherung und Entwicklung kleiner Flächen mit eigendynamischer Entwicklung und von KlimaWildnisBotschafter*innen. Die bislang bewilligten Projekte zeigen: Das Förderprogramm KlimaWildnis wirkt in ganz Deutschland. Von der Ostsee im Norden bis nach Bayern im Süden gibt es KlimaWildnisFlächen und KlimaWildnisBotschafter*innen. Mehr als 2000 Hektar Wildnisflächen wurden geschaffen und zehn Personen teilen sich sechs KlimaWildnis-Personalstellen. Viele weitere Anträge sind bereits eingereicht und werden derzeit geprüft.
Flächenbilanz KlimaWildnis
Die erste KlimaWildnisFläche wurde im Februar 2024 bewilligt. Der sogenannte Lahnberger Wald liegt in Rheinland-Pfalz und wurde von der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe mithilfe des Bundesförderprogramms von privater Hand gekauft. Alle forstwirtschaftlichen Aktivitäten wurden mit dem Kauf eingestellt, sodass sich der Wald nach eigener Dynamik entwickeln kann und dauerhaft als Kohlenstoffsenke und als Kohlenstoffspeicher dient. Auch alle weiteren KlimaWildnisFlächen wurden aus privater Hand durch Kauf erworben und liegen in Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Mit Stand November 2026 wurden insgesamt 2060,75 Hektar gesichert. Neben dem Ankauf von Flächen ist auch der Nutzungsverzicht bzw. das Abtreten der Nutzungsrechte eine Option zur Schaffung neuer KlimaWildnisFlächen.
KlimaWildnisBotschafter*innen in ganz Deutschland
Neben den verschiedenen Stiftungen, die das Management der geförderten KlimaWildnisFlächen übernommen haben, engagieren sich dank des Förderprogramms auch verschiedene Trägerinstitutionen von KlimaWildnisBotschafter*innen für die KlimaWildnis: Rewilding Oder Delta e.V. und die OSTSEESTIFTUNG in Mecklenburg Vorpommern, die Wildnisstiftung in Brandenburg, die Naturstiftung David in Thüringen, die Stiftung Lebensräume Mensch und Natur im Thüringer Wald und im Frankenwald sowie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. engagieren sich alle für neue Wildnis, indem sie mithilfe des Förderprogramms KlimaWildnis neue Personalstellen geschaffen haben. Die KlimaWildnisBotschafter*innen setzen sich dafür ein, dass in ihren jeweiligen Regionen Flächen für großflächige Wildnisgebiete und kleinere Flächen mit eigendynamischer Entwicklung gefunden und gesichert werden. Zum anderen unterstützen KlimaWildnisBotschafter*innen die oft langandauernden Vorbereitungsphasen von Wildnisvorhaben in Deutschland und fördern die Akzeptanz von Wildnis.
Flächenbilanz Wildnisfonds
Neben dem Förderprogramm KlimaWildnis gibt es bereits seit 2019 das Förderprogramm Wildnisfonds. Mithilfe dieses Förderprogramms sollen großflächige Wildnisgebiete entstehen bzw. erweitert werden. Mithilfe des Wildnisfonds konnten seit 2019 insgesamt 4.488 Hektar für die Wildnis gesichert werden. Es gehört zu den Aufgaben der KlimaWildnisBotschafter*innen, auch Flächen zu finden, die über den Wildnisfonds gesichert werden können.
Wildnisfonds und KlimaWildnis: beide Förderprogramme werden gebraucht
Die Zahlen zeigen, dass das 2024 neu geschaffene Förderprogramm KlimaWildnis einen wichtigen Beitrag dazu leistet, neue Wildnisflächen und damit auch Initiale für große Wildnisgebiete zu schaffen. Zudem wächst durch das Förderprogramm KlimaWildnis die Anzahl der Wildnis-Akteure in ganz Deutschland. Eine unabdingbare Grundvoraussetzung, um das Zwei-Prozent-Wildnisziel in die Fläche zu bringen.
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