07.11.22: Waldwildnis in Bayern wächst

Eine tolle Nachricht für mehr Wildnis in Deutschland: In Bayern wurden weitere nutzungsfreie Naturwälder ausgewiesen. Dazu zählen neben Gebieten in den Nationalparken auch die „Feuchtwälder im Nürnberger Reichswald“ (317 Hektar), die „Rodachhänge“ im Frankenwald (177 Hektar) und die „Auwälder an der unteren Iller“ (516 Hektar). Menschliche Eingriffe in die natürlichen Prozesse finden hier nicht (mehr) statt, die Wälder können sich nun ungestört entfalten.

Die neu ausgewiesenen Flächen ergänzen das Grüne Netzwerk Naturwälder in Bayern. Auf rund 83.000 Hektar – einer Fläche mehr als zehnmal so groß wie der Chiemsee – umfasst das Netzwerk eine vielfältige Bandbreite an Waldökosystemen, wie zum Beispiel Buchenmischwälder, Auwälder entlang Bächen und Flüssen oder subalpine Fichtenwälder und Latschenwälder in den Alpen.

„Mit der heutigen Ausweisung weiterer nutzungsfreier Naturwälder bewegt sich Bayern im Spitzenfeld der bundesweiten Naturwaldbewegung und kann hier weitere Leuchtturmprojekte des Naturschutzes umsetzen“, sagt Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung.