„Freunde des Spessarts“ gründen Bürgerbewegung für den Nationalpark

Bürgerinnen und Bürger aus der Region wollen fairen Dialog. Weitere Unterstützung willkommen.

© Daniel Rosengren

Bürgerinnen und Bürger aus dem Spessart haben Anfang Februar die Bürgerbewegung „Freunde des Spessarts“ gegründet. Die Initiative setzt sich dafür ein, im Spessart einen Nationalpark zu schaffen. Unterstützerinnen und Unterstützer sind herzlich willkommen.

Unter dem Motto „Unser Herz schlägt für einen Nationalpark im Spessart“ will die Initiative vor allem den fairen Dialog mit der Bevölkerung fördern, den sachlichen Informationsaustausch rund um das Thema Nationalpark unterstützen und sich so konstruktiv an der Nationalparkdebatte im Spessart beteiligen.

Die Bürgerbewegung „Freunde des Spessarts“ ruft zur Besonnenheit auf und fordert, sachlichen Argumenten Raum zu geben. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich hieran zu beteiligen. Deshalb will die Bürgerbewegung bei dem von der Umweltministerin anberaumten Termin am Freitag Vormittag vor dem Landratsamt in Aschaffenburg ein friedliches Zeichen setzen und sich offen für einen Dialog zeigen. „Laute Parolen liefern keinen sachlichen Beitrag, sondern schüren nur aggressive Emotionen,“ so Petra Brand aus Heimbuchenthal für die Bürgerbewegung.

In den nächsten Monaten hat man Zeit, sich mit den Nationalparkplänen auseinanderzusetzen, und könne sich als Region aktiv am Dialog beteiligen. „Schlussendlich ist ein Nationalpark das, was wir in der Region daraus machen. Schon alleine deshalb ist der Dialog mit der Regierung und miteinander eine Notwendigkeit. Hierfür möchten wir gerne eine seriöse Anlaufstelle sein,“ so Brand weiter.

Die alten Laubwälder im Spessart sind eine Rarität in Deutschland und besonders schützenswert. „Mein Herz schlägt für unsere alten Laubwälder hier im Spessart und damit für den Nationalpark“, so Michael Kunkel aus Heigenbrücken, der sich seit Jahren für die Erhaltung der Spessart-Wälder engagiert. Von nun an will er sich auch im Rahmen der Bürgerbewegung für einen Nationalpark Spessart einsetzen.

Ein Nationalpark ist eine Chance für Mensch und Natur, doch derzeit werden in der Region viele unbegründete Ängste geschürt. „Einer Nationalparkidee von vornherein die Türe vor der Nase zuzuschlagen, ist eine vertane Chance. Jetzt geht es um den großen Wurf“, so Heidi Wright aus dem Landkreis Main-Spessart für die Bürgerbewegung. „Der Spessart bleibt weiterhin Kulturlandschaft, Rohstofflieferant, Naturpark, wird jedoch durch einen Nationalpark auf einem kleinen Teil der Fläche nochmals aufgewertet und hervorgehoben.“

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Freundeskreises.

Mehr Waldwildnis in Thüringen

(c) Daniel Rosengren, ZGF

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition. Jede Stimme zählt.

Im Possen bei Sondershausen in Thüringen setzt sich eine ganze Region für ein Wildnisgebiet ein. Helfen Sie uns diesen wertvollen Buchenwald auch für kommende Generationen zu schützen. So geht’s:

  1. Rufen Sie die Petition „Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen“ auf der Seite des Thüringer Landtags auf: https://petitionen-landtag.thueringen.de/petitions/1170
  2. Klicken Sie oben rechts auf „Petition mitzeichnen“.
  3. Klicken Sie nun auf „Registrierungsformular“ (Link in der obersten Textzeile) und füllen dieses aus. (Wenn Sie schon einmal eine Petition im Thüringer Landtag unterschrieben haben, müssen Sie sich nur noch „anmelden“.)
  4. Klicken Sie auf „Registrierung zur weiteren Prüfung abschicken“.
  5. Geschafft!
  6. Tipp: Wenn in der Familie / Verwandtschaft mehrere Leute am selben Computer unterzeichnen möchten, dann muss man sich, nachdem man selber unterzeichnet hat, erst oben rechts ausloggen. Dann kann sich die Nächste/der Nächste registrieren, unterzeichnen, wieder ausloggen, usw.

Hier finden Sie die ausführliche Anleitung zum Ausfüllen der Petition (PDF).

Die Petition „Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen“ ist eine gemeinsame Aktion der Naturschutzorganisationen BUND Thüringen, NABU Thüringen, WWF Deutschland und Zoologische Gesellschaft Frankfurt sowie der Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“. Sie werden von einer breiten und parteiübergreifenden Allianz aus Bürgerschaft, Kommunal- und Landespolitikern unterstützt. Auch wirtschaftliche Leistungsträger in der Region fordern das Waldschutzgebiet im Possen als Motor für die touristische Entwicklung der Region. Das Waldschutzgebiet würde gleichzeitig einen Beitrag zur Erfüllung des Koalitionsvertrages leisten.

Weitere Informationen finden Sie hier: Naturschutzorganisationen fordern Waldwildnis auf 2.500 Hektar im Possen.